Aktuelle berufspolitische Situation
Ziele der TAO

Bisher gibt es in keinem Kammerbereich Deutschlands eine Zusatzbezeichnung oder einen Fachtierarzt für Osteopathie.

Berufspolitisch setzen wir uns seit unserem Bestehen dafür ein, eine in der Tierärzteschaft anerkannte Qualitätssicherung und –prüfung zu erreichen.
Erste Kontakte zu den Universitäten wurden geknüpft und werden auch international immer weiter ausgebaut.

Ab 2019 wird die TAO ihr Curriculum auch international unterrichten.

An der Gründung der European Veterinary Society for Osteopathy, EVSO, im Jahr 2012 war die TAO Équilibre wesentlich beteiligt. Dieser gemeinnützige Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, Osteopathie für Tiere bekannt zu machen und international und national standespolitisch zu vertreten. Es wurden Qualitätskriterien zur Ausbildung definiert, denen die TAO mit Ihrem Ausbildungsgang entspricht. Auch wurden bereits mehrere internationale Kongresse, z.T. an Universitäten, veranstaltet.

Da in der Tiermedizin und der Tierheilkunde die Bezeichnung Osteopath oder Tierosteopath als Berufsbezeichnung von Tierärzten, Tierheilpraktikern und medizinischen Laien verwendet wird, erscheint es sinnvoll, in der Veterinärmedizin der derzeitigen Entwicklung entgegenzuwirken, indem die Tierärzteschaft dafür sorgt, zumindest in den eigenen Reihen, Mindestanforderungen an die Ausbildung zum osteopathischen Tierarzt zu stellen und der tierärztlichen Osteopathie damit ein Gütesiegel zu verleihen.

Nachdem die Bundestierärztekammer 2010 die Einführung eines Fachtierarztes für Osteopathie wegen mangelnder Nachfrage und dem Hinweis auf europäische Bemühungen um eine Harmonisierung der internationalen Qualitätssicherung, abgelehnt hat, setzen wir, mit unserer anspruchsvollen Prüfung zum D.O.V.M.™ (Diploma für osteopathische Veterinärmedizin) im Verein mit der EVSO eigene Qualitätsmaßstäbe.

Den Tierärzten wird mit dem D.O.V.M.™ die Möglichkeit gegeben, sich ein in jüngerer Zeit immer stärker von den Tierbesitzern nachgefragtes Fachgebiet, qualifiziert zu sichern.

Eine tierärztliche Zusatzbezeichnung, der ja üblicherweise eine Weiterbildungsstundenzahl von 120 Stunden, plus Patientenkartei und Überprüfung, zu Grunde gelegt wird, erscheint im Vergleich mit der Humanosteopathenausbildung mit 1340 Stunden und der Postgraduiertenausbildung für Ärzte nach WHO Standards mit 700-1000 UE Weiterbildungstunden sowie 500 Zeitstunden für die französischen und 550 Zeitstunden für Schweizer Tierärzte viel zu wenig.

Um zu vermeiden, daß sich eine hochkomplexe Spezialisierung auf zunächst niedrigem Niveau etabliert, haben wir mit unserem Diplom für osteopathische Veterinärmedizin einen nachprüfbaren Qualitätsstandard geschaffen.

Eine grundsätzliche Idee dabei ist, den Weg zu ebnen, eine osteopathische Tiermedizin zu ermöglichen, bei der nicht nur als Veterinärosteopathen spezialisierte Kollegen und Kolleginnen den Markt besetzen, sondern dass vor allem Tierärzte, mit ganz normaler chirurgischer oder kurativer Praxis, ihr Spektrum in die Osteopathie hinein erweitern und täglich anwenden können. In Frankreich und Belgien wird dies in ganz normalen Praxen und Kliniken praktiziert, während hierzulande meist entweder das eine oder das andere gewählt wird. Das ist schade, denn die zusätzlich zur klassischen Tiermedizin entstehenden, diagnostischen und therapeutischen Ressourcen der Osteopathie, sind in der täglichen Praxis äußerst wertvoll. 

Im Zeitalter nahezu unbegrenzter, technischer Möglichkeiten bietet die osteopathische Tiermedizin eine kostengünstige, richtungsweisende und präzise Diagnostik und Therapie von Funktionstörungen, die am Anfang, und nicht wie heute vielfach üblich, am Ende aller weiteren Untersuchungen und Behandlungen stehen sollte.

Tierärztliche Akademie für Osteopathie - Équilibre
Dr. med. vet. Brigitte Traenckner
info@tao-equilibre.de
tao.equilibre@gmail.com

c/o Tierklinik Hattersheim
Birkenhof 2
65795 Hattersheim